02.02.2010
Bewerbung zum Carlo-Schmid-Programm bis 15.2. möglich
Die Vereinten Nationen und ihre Unterorganisationen sowie die Institutionen der Europäischen Union sind zu zentralen Foren und Akteuren der internationalen Politik geworden. Deutschlands Rolle in diesem Umfeld ist von stetig wachsender Verantwortung geprägt. Die deutsche Personalpräsenz in Internationalen Organisationen trug dieser Entwicklung jedoch lange Zeit nicht entsprechend Rechnung. Es wurden deshalb auf breiter Ebene Beiträge und Initiativen zur Unterstützung von qualifizierten deutschen Nachwuchskräften mit internationaler Ausrichtung gestartet, wie zum Beispiel die Berliner Initiative für mehr Internationalität (unter Federführung der Robert Bosch Stiftung), die Einrichtung einer Stabsstelle für internationale Personalpolitik im Auswärtigen Amt und die weitreichenden Internationalisierungsbestrebungen deutscher Hochschulen. Das Carlo-Schmid-Programm zählt zu diesen Initiativen. Es ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Wettbewerbschancen interessierter und hochqualifizierter junger Akademikerinnen und Akademiker im internationalen Verwaltungsbereich.
Der Völkerrechtler Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979), einer der Väter unseres Grundgesetzes, der mit seinem Einsatz für die europäische Integration und eine friedliche Kooperation zwischen den Staaten des Europarates den Weg für Deutschlands veränderte Position in der internationalen Politik geebnet hat, soll mit seinem Namen den Charakter des Programms prägen.
Das 2001 gestartete Carlo-Schmid-Programm soll herausragende Studierende und Graduierte im Rahmen eines Praktikums mit den Problemstellungen und Arbeitsweisen im internationalen Verwaltungsbereich bekannt machen und zur Erweiterung ihrer interkulturellen Kompetenz beitragen. Darüber hinaus sollen Begleitmaßnahmen die Voraussetzungen und Chancen von geeigneten jungen Leuten für eine spätere Tätigkeit im internationalen Bereich verbessern. Das Carlo-Schmid-Programm wird überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Darüber hinaus beteiligt sich die Robert Bosch Stiftung an der Finanzierung des Programms.
Das Carlo-Schmid-Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Studienstiftung des deutschen Volkes gemeinsam durchgeführt. Die Programmumsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und dem Tönissteiner Kreis (Verein zur Förderung von Führungsnachwuchs für internationale Aufgaben). Das Auswärtige Amt leistet aktive Hilfestellung bei der Akquisition von Praktikumsplätzen und bei der Betreuung der Stipendiaten vor Ort.
Die von einer Fachkommission ausgewählten Praktikanten erhalten ein Stipendium, das von Einführungsseminaren, einem Sommerseminar und Aktivitäten des Alumni-Vereins begleitet wird.
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