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LHÜ-Info: März 2010

Nachrichten zur personellen Entwicklungszusammenarbeit, zu internationalen Freiwilligendiensten und zur entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit

MELDUNGEN DES ARBEITSKREISES

3/2889: Positionspapier des GIF zu Rahmenbedingungen Internationaler Freiwilligendienste
Hinsichtlich der Quantität und teilweise auch Qualität von internationalen (Jugend-) Freiwilligendiensten konnten in der letzten Legislaturperiode aufgrund der Förderunterstützung durch das BMZ deutliche Fortschritte verzeichnet werden. Auch das Angebot bezogen auf Trägerprofile, Einsatzländer und inhaltliche Aufgaben ist noch vielfältiger geworden. Die Rahmenbedingungen für die verschiedenen Freiwilligendienstformen (Anderer Dienst im Ausland, FSJ/FÖJ im Ausland, weltwärts, kulturweit, staatlich nicht geförderte Freiwilligendienste) unterscheiden sich allerdings erheblich. Der Gesprächskreis Internationale Freiwilligendienste (GIF), in dem auch der AKLHÜ vertreten ist, hat jetzt ein Positionspapier mit übergreifenden Rahmenbedingungen für alle internationalen Freiwilligendienste erarbeitet.
Weitere Informationen: AKLHÜ, Hartwig Euler, 0228/9089910, euler@entwicklungsdienst.de

 

ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

3/2890: Neue Publikation des EED: „Advocacy for Change - Our Struggle for Peace”
Advocacy ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Schlüsselwort sowohl in der Entwicklungsarbeit als auch in der Friedensförderung geworden und gilt als ein wichtiger Baustein ziviler Konflikttransformation. Aber welche Instrumente und Prinzipien liegen dem zu Grunde? Wie werden Advocacy-Maßnahmen umge-setzt? Mit wem, in wessen Namen und auf welcher Ebene? Das Netzwerk der Zivilen Friedensfachkräfte des EED (Evangelischer Entwicklungsdienst) in Zentralafrika hat in der Publikation verschiedene Fallstudien und Lessons Learnt aus Adocacy-Aktivitäten im Rahmen seines ZFD-Programms zusammen getragen.
Download: www.frient.de/downloads/EED_Heft4_1.pdf

3/2891: Eschborner Fachtage 2010: "Vielfalt: der Kulturfaktor"
Überall dort, wo Vielfalt herrscht, gibt es Offenheit, Wahlmöglichkeiten und Wachstumschancen. Welche Bedeutung hat dabei der Faktor Kultur für die Entwicklung? Kultursensible Ansätze wirken besonders nachhaltig auf die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung eines Landes oder einer Region. Internationale Zusammenarbeit ist dann erfolgreich, wenn sie die Kultur eines Landes berücksichtigt. Was heißt das im Detail? Welche kulturellen Faktoren spielen eine Rolle für die Entwicklung von demokratischen Strukturen und Wirtschaftssystemen? Wie beeinflusst kulturelle Vielfalt die Entwicklung einer Gesellschaft? Welche Chancen eröffnet sie? Die Eschborner Fachtage am 22. und 23. Juni beleuchten die Rolle der Kultur für ländliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, für Fragen der Biodiversität und der Energie bis hin zu ihrer Bedeutung für politische Strukturen und Rechtssysteme.
Weitere Informationen: www.gtz.de/de/top-themen/3047.htm

3/2892: Grüne fragen nach Einsatz der zusätzlichen zivilen Mittel für Afghanistan
Nach der Verwendung der angekündigten zusätzlichen Mittel für den zivilen Aufbau in Afghanistan erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (17/725). Konkret will die Fraktion von der Bundesregierung wissen, welchen Anteil sie jeweils für die bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit, für multilaterale Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen vorsieht. Die Grünen wollen zudem wissen, wie die Bundesregierung die Forderungen des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP), bewertet, finanzielle Zusagen für in Afghanistan tätige Hilfsorganisationen künftig an die Bereitschaft der Kooperation mit der Bundeswehr zu knüpfen. In diesem Zusammenhang fragt die Fraktion auch, was die Regierung von den Hilfsorganisationen für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr konkret erwartet und wie sie die verstärkte Kooperation fördern will. Quelle: hib – Heute im Bundestag Nr. 045

3/2893: Neues Handbuch von TI: “Preventing Corruption in Humanitarian Operations”
Transparency International (TI) hat kürzlich das „Handbook of Good Practices“ zum Thema Korruption in der Humanitären Hilfe vorgestellt: Preventing Corruption in Humanitarian Operations. Es wurde in Zusammenarbeit mit sieben Hilfsorganisationen erarbeitet: Action Aid, CARE International, Catholic Relief Services, Islamic Relief Worldwide, Lutheran World Federation, Save the Children USA and World Vision International. Mit Hilfe des Handbuchs sollen Mitarbeitende von Hilfsorganisationen, die unter großem Druck und unter oft schwierigsten Bedingungen ihre Arbeit verrichten, Korruption wirksam entgegentreten können, damit sie sich auf ihre eigentliche Arbeit – Leben zu retten und nachhaltig zu helfen – konzentrieren können. Konkret präsentiert das Handbuch Richtlinien und Prozesse zur Verbesserung der Transparenz, Integrität und Rechenschaftspflicht und zeigt anhand konkreter Beispiele, wo spezifische Korruptionsrisiken auftreten können.
Download: www.transparency.org/publications/publications

 

FREIWILLIGENDIENSTE

3/2894: BMZ schreibt Evaluierung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ aus
Ziel der Evaluierung ist es, eine unabhängige Überprüfung des weltwärts-Förderprogramms hinsichtlich seiner Konzeption, Umsetzung und bisherigen Wirkungen sowie seiner Verfahren und Organisation vorzunehmen. Daraus sollen konkrete Empfehlungen für die inhaltliche Weiterentwicklung des weltwärts-Förderprogramms abgeleitet werden. Gegenstand der Evaluierung sind die bisher abgeschlossenen und laufenden Einsätze von weltwärts-Freiwilligen seit Programmbeginn 2008, einschließlich ausgewählter Begleit- und Folgemaßnahmen (Rückkehrarbeit). Evaluiert werden soll die Angemessenheit der Programmkonzeption und Umsetzung, der Verfahren und Organisation sowie die entwicklungs- und insbesondere bildungspolitische Wirksamkeit des Programms. Die Evaluierung wird voraussichtlich von Juli 2010 bis Juni 2011 durchgeführt. Mit der Durchführung der Ausschreibung ist die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH beauftragt worden.

3/2895: Neue Ausgabe des Forum Jugendarbeit International erschienen
Mit dem Themenschwerpunkt "Internationale Jugendarbeit und Chancengleichheit" hat IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. eine neue Ausgabe des Forum Jugendarbeit International herausgegeben. Das Thema zielt auf eine stärkere Einbeziehung und Erreichbarkeit benachteiligter junger Menschen. Die Aufsätze stellen Konzepte und Erfahrungen aus der internationalen Jugendarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen benachteiligter Jugendlicher vor. Die Publikation enthält 34 Aufsätze auf insgesamt 520 Seiten.
Weitere Informationen: www.ijab.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=1367

3/2896: BMBF und KMK nehmen Stellung zum Grünbuch Mobilität der EU-Kommission
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Kultusministerkonferenz (KMK) haben sich im Rahmen der öffentlichen Konsultation zum Grünbuch der EU-Kommission "Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern" geäußert. Die Stellungnahme bietet u.a. eine Bestandaufnahme der derzeitigen mobilitätsfördernden Aktivitäten und Programme im Schul- und Hochschulbereich in Deutschland, und berücksichtigt die internationale und europäische Jugendarbeit sowie den Europäischen Freiwilligendienst. Quelle: Jugend für Europa
Weitere Informationen: www.jugendpolitikineuropa.de/themen/mobilitaet/news-609.html

3/2897: Fortbildungsreihe für BegleiterInnen von Freiwilligendiensten "Fit für Freiwillige"
Die Fortbildungsreihe der Servicestelle für internationale Freiwilligendienste richtet sich an haupt- und ehrenamtliche BegleiterInnen in Freiwilligendienstorganisationen, TeamerInnen von pädagogischen Begleitseminaren und die, die es noch werden wollen, RückkehrerInnen und andere Interessierte mit Vorerfahrungen aus dem Bereich internationaler Freiwilligendienstarbeit. Themen der verschiedenen Seminare sind z.B. Konfliktbearbeitung, Sicherheitsmanagement, transkulturelles Lernen oder interreligiöser Dialog. Die Fortbildungsreihe läuft von Mai 2010 bis März 2011. Träger der Servicestelle ist die Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (KeF), ein Zusammenschluss bundeszentral agierender Verbände der Träger von Freiwilligendiensten im In- und Ausland innerhalb der evangelischen Kirche und der Diakonie. Weitere Informationen: www.kef-online.org

3/2898: VENRO-Diskussionspapier “Going Beyond weltwärts“
Das Diskussionspapier befasst sich mit den Ansätzen für die erfolgreiche Integration des Globalen Lernens und eines Reverseprogrammes in entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten.
Download: www.venro.org/543.html

 

BILDUNGSARBEIT

3/2899: Mercator Kolleg für internationale Aufgaben sucht Nachwuchskräfte für internationale Akteure
Ziel des Programms ist die Stärkung der Präsenz deutschsprachigen Personals in Führungspositionen internationaler Organisationen sowie die Qualifizierung von international denkenden und handelnden Nachwuchsführungskräften. Während des 13-monatigen Programms arbeiten die Kollegiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen (UN- und EU-Institutionen, OECD, OSZE, Weltbank, NATO) oder in global tätigen NGOs, Non-Profit-Organisationen und Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst entworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Arbeitsstationen. Das Programm 2010/11 beginnt im September 2010. Das monatliche Stipendium beträgt 1250 Euro. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2010.
Weitere Informationen: www.stiftung-mercator.de

3/2900: Die Armen tragen der Reichen Last? - Auswirkungen des Klimawandels auf die Entwicklungsländer
Die von SÜDWIND herausgegebene Studie geht der Frage nach, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Entwicklungsländer hat bzw. haben wird, in welchen Bereichen die Entwicklungszusammenarbeit gefordert ist und wie ein fairer Ausgleich bei Reduktion von Treibhausgasen und Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen geschaffen werden kann. Der Broschüre ist eine CD mit umfassenden Hintergrund- und Bildungsmaterialien sowie weiteren Links beigefügt. Die Studie kann über SÜDWIND bestellt werden und steht auch unter www.suedwind-institut.de zum Download bereit.

3/2901: Masterstudiengang "International Media Studies" der Deutschen Welle
In vier Semestern führt das Vollzeit-Programm nach erfolgreichem Abschluss zum Master of Arts (M.A.). Die Ausbildung ist sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah und umfasst Themen wie Journalismus und Entwicklungszusammenarbeit, Kommunikationswissenschaften und Medienwirtschaft. Der Studiengang richtet sich vorrangig an internationale Nachwuchsjournalisten, Medienmanager und Mitarbeiter/innen von Kommunikationsabteilungen. Für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa stehen 10 Vollstipendien zur Verfügung (in Höhe von 750 Euro pro Monat, zuzüglich Befreiung von Studiengebühren und Übernahme von Reisekosten). Bewerbungsschluss: 30. April 2010.
Weitere Informationen: www.ims-master.de

 

VERANSTALTUNGEN / SONSTIGE HINWEISE

3/2902: International Career Day am 25.03.2010 in Lausanne
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und die Firma etucom bieten 2010 erneut einen International Career Day. Der International Career Day gibt internationalen Organisationen (IO) Gelegenheit, sich als Arbeitgeber zu präsentieren und an einem Informationsstand mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Es ist die einzige Veranstaltung in der Schweiz, die ausschließlich IO gewidmet ist. Bisher nahmen jeweils rund zwanzig IO teil. Die Veranstaltung richtet sich an Studienabgänger und an kurz vor dem Abschluss stehende Studierende aller Nationalitäten. Angesprochen werden aber auch Personen, die bereits über Berufserfahrung verfügen und eine Karriere in einer IO anstreben.
Weitere Informationen: www.international-career-day.com

3/2903: Vorsicht Feiertage
Das neue Termintaschenbuch "Feiertage im Ausland 2010" der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing ist erschienen. Neben den Feiertagen in mehr als 180 Ländern enthält es unter anderem die Öffnungszeiten der Behörden und Geschäfte, die Zeitverschiebung zu Deutschland, Tipps für Geschenke, Türöffner und Fettnäpfchen. Die Publikation mit knapp 500 Seiten kostet 15 Euro und ist im Buchhandel erhältlich: ISBN: 3-86643-548-7 oder kann über www.gtai.de bestellt werden.

3/2904: „The Heat is On” - Deutsche Welle Global Media Forum 2010, 21.-23. Juni 2010, Bonn
Das Deutsche Welle Global Media Forum 2010 wird die zentralen Themenfelder rund um den Klimawandel in den Mittelpunkt stellen und einen praktikablen Ausweg aus der derzeitigen Lage suchen, indem die Rolle der Medien auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene betrachtet wird. Das Global Media Forum bringt Mediennutzer und -produzenten, Umweltaktivisten, Klimatologen und andere Wissenschaftler, Friedens- und Konfliktforscher, Energie- und Nachhaltigkeitsspezialisten von Stakeholder-Organisationen und der Industrie zusammen. Auch Stadtplaner und Agrarexperten, Politiker sowie Vertreter internationaler und zivilgesellschaftlicher Nicht-Regierungs-Organisationen werden vertreten sein.
Weitere Informationen: http://dw-gmf.de/start/index_deutsch.php

3/2905: INEF-Report zu Entwicklungszusammenarbeit nach Krieg und gewaltsamen Konflikten
Mit der Studie “Development Cooperation after War and Violent Conflict. Debates and Challenges” ist der 100. INEF-Report des Instituts für Entwicklung und Frieden erschienen. Die Autoren nehmen darin eine Bestimmung der zentralen Faktoren und spezifischen Herausforderungen von Entwicklungszusammenarbeit in Nachkriegskontexten vor.
Download: http://inef.uni-due.de/cms/files/report100.pdf

3/2906: Online-Handbuch zu gewaltsamen Konflikten
Ein hilfreiches Handbuch zu Ursachen, Dynamiken und Folgen gewaltsamer Konflikte hat das Governance and Social Development Resource Centre (GSDRC) auf seiner Webseite unter www.gsdrc.org/go/conflict zusammengestellt. Das Handbuch bietet einen ersten Überblick von Themen im Kontext von gewaltsamen Konflikten über Maßnahmen zur Prävention und Bearbeitung bis zu Möglichkeiten externer Interventionen in gewaltsame Konflikte. Quelle: FriEnt-Impulse 01-02 / 2010


Impressum
Herausgeber: Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e.V., www.entwicklungsdienst.de
Redaktion: Karoline Wiemers-Meyer (V.i.S.d.P.), Tel.: 0228-9089910, aklhue@entwicklungsdienst.de
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 29.03.2010
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